CSU-Minister widerspricht Rösler
Huber warnt vor Umweltschutz-Lockerung bei Energiewende
München (AFP) - Der bayerische Umweltminister Marcel Huber (CSU) hat der Forderung von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) widersprochen, zum beschleunigten Stromnetz-Ausbau Umweltvorschriften zu lockern. "Man darf in dieser Situation nicht den Fehler begehen, in der Natur Dinge kaputt zu machen, die dann auf Dauer nicht mehr wiederbringlich sind", sagte Huber dem Bayerischen Rundfunk. Das geltende Planungsrecht sei ausreichend für den Bau neuer Stromtrassen.
Huber: "Klimawandel ist älter als Fukushima"
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Der CSU-Minister warnte davor, die Energieversorgung über den Umweltschutz zu stellen. "Klimawandel ist älter als Fukushima", sagte Huber und kritisierte den zu starken Fokus auf den Bau von Stromtrassen. Vielmehr müsse es gelingen, Sonnen- und Windenergie in Süddeutschland effizienter zu nutzen, zu speichern und zu puffern.
Rösler hatte gefordert, geltende Umweltvorgaben zu lockern, um den Netzausbau zu beschleunigen. Der Netzausbau ist einer der Dreh- und Angelpunkte bei der von der Bundesregierung gewollten Umstellung der Energieversorgung in Deutschland.
Artikel vom 09.08.2012
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