Zu den Protesten aufgerufen hatten Menschenrechtsgruppen, Gewerkschaften und die Bewegung des 20. Februar, die während des Arabischen Frühlings entstanden war und sich für politische und soziale Reformen einsetzt. Anlass für die Proteste ist unter anderem der sprunghafte Anstieg der Benzinpreise nach der Streichung von Subventionen, in der Folge stiegen auch die Preise für andere Güter. Die Organisatoren der Proteste konnten aber nicht annähernd so viele Menschen mobilisieren wie im Mai, als in Casablanca zehntausende Menschen gegen Arbeitslosigkeit und soziale Ungerechtigkeit demonstriert hatten.
Die Bewegung des 20. Februar hat viel an Unterstützung verloren, seitdem im Januar die Regierung unter Führung des gemäßigten Islamisten Abdelilah Benkirane antrat. Die Regierung hat zahlreiche Reformen angekündigt, viele Marokkaner werfen ihr aber vor, ihre Wahlversprechen nicht schnell genug umzusetzen.
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