Der Vorfall ereignete sich Ende Februar, als der unbewaffnete afroamerikanische Jugendliche auf dem Weg zur Wohnung der Freundin seines Vaters war. Der weiße Schütze, der 28-jährige George Zimmerman, erklärte, aus Notwehr gehandelt zu haben. Die Polizei schenkte seinen Angaben Glauben und nahm ihn zunächst nicht fest. Das "Stand Your Ground"-Gesetz (Weiche nicht zurück) räumt den Menschen in Florida ein besonders weitgehendes Recht auf Selbstverteidigung ein.
Erst angesichts wachsender Empörung über das Vorgehen der Polizei in Sanford wurden die Behörden aktiv und nahmen Zimmerman fest. Er wurde wegen Totschlags angeklagt, plädierte aber auf nicht schuldig und kam gegen Kaution auf freien Fuß. Nun muss ein Geschworenengericht über die Schuld des Todesschützen befinden. Bei einer Verurteilung droht Zimmerman lebenslange Haft.
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