Die verstümmelte Leiche des Briten wurde den Angaben zufolge in einem Sack auf einer Obstplantage nahe Quetta in der südwestlichen Unruheprovinz Belutschistan gefunden. Beigefügt war ein Bekennerschreiben der Tehreek-e-Taliban, die die Tat damit begründeten, dass ihre Forderungen nicht erfüllt worden seien. Aus Ermittlerkreisen verlautete, dass die Entführer 30 Millionen Dollar (22,6 Millionen Euro) Lösegeld gefordert hatten. Die Gruppe kündigte in dem Schreiben zudem an, bald ein Video der Enthauptung zu veröffentlichen.
Dale war am 5. Januar in Quetta verschleppt worden, als er sich in einem Rot-Kreuz-Fahrzeug auf dem Heimweg befand. Der britische Muslim leitete in der Provinzhauptstadt ein Gesundheitsprogramm und galt nach Angaben seines Arbeitgebers als erfahrener Mitarbeiter. In der unruhigen Provinz an der Grenze zu Iran und Afghanistan gibt es immer wieder Entführungen.
Der Generaldirektor des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Yves Daccord, verurteilte den Mord und sprach den Angehörigen des Opfers sein Mitgefühl aus. IKRK-Sprecher Hicham Hassan erklärte, die Organisation sei mehrfach mit den Entführern in Kontakt gewesen. Der britische Außenminister William Hague sprach von einem "grausamen und sinnlosen" Mord. Auch die pakistanische Regierung verurteilte den "barbarischen Akt" und kündigte an, die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.
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