US-Reederei weist Darstellung iranischer Medien zurück

Irans Marine rettet US-Frachter angeblich vor Piraten

Washington/Teheran (AFP) - Ein US-Frachter hat im Golf von Oman bei einer Attacke von Piraten Unterstützung ausgerechnet von der iranischen Marine erhalten. Die Darstellungen über das Ausmaß der Hilfe gingen aber weit auseinander: Während die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna meldete, ein iranisches Kriegsschiff habe die "Maersk Texas" gerettet, sprach die US-Reederei des Frachters lediglich von Hinweisen der Iraner über Funk.
Iranisches Kriegsschiff Bild anzeigen
Iranisches Kriegsschiff © AFP

Berichten von Irna zufolge eilte die iranische Marine dem US-Schiff zur Hilfe, das von "mehreren Piratenbooten" angegriffen worden sei. Die Piraten hätten die Flucht ergriffen, sobald sie das Kriegsschiff gesehen hätten. Die "Maersk Texas" habe den Iranern daraufhin gedankt und ihre Fahrt sicher fortgesetzt. Erstmals habe die iranische Marine damit ein US-Schiff vor einem Piratenangriff geschützt, hieß es.

Die Reederei Maersk erklärte dagegen in einer E-Mail an die Nachrichtenagentur AFP, der Frachter habe die Attacke selbst abgewehrt. Die "Maersk Texas" sei lediglich per Funk mit der iranischen Marine in Kontakt gewesen. "Aber unser Schiff hat keinen Beistand seitens der iranischen Marine erhalten", betonte Maersk-Sprecher Kevin Steers.

Die US-Marine war in der Vergangenheit bereits mehrfach iranischen Schiffen bei Piratenangriffen zur Hilfe geeilt. Die Beziehungen zwischen Washington und Teheran sind vor allem wegen des iranischen Atomprogramms äußerst angespannt.

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