Beirut (AFP) - Zu dem Doppelanschlag in der syrischen Hauptstadt Damaskus vom Donnerstag hat sich eine Islamistengruppe bekannt. Die radikale Al-Nursa-Front erklärte in einem im Internet veröffentlichten Video, sie habe die Anschläge verübt, bei denen nach offiziellen Angaben durch Autobomben 55 Menschen getötet und fast 400 weitere verletzt wurden. Die von Selbstmordattentätern ausgeführten Anschläge seien eine Reaktion auf Angriffe der Regierungstruppen auf Wohngebiete der Bevölkerung in Syrien, hieß es.
Die Attentate waren vor einem neunstöckigen Gebäude der Sicherheitsdienste an einer Schnellstraße im Süden von Damaskus verübt worden. Es waren die schwersten Anschläge seit dem Beginn des Aufstands gegen Präsident Baschar al-Assad. International wurden sie scharf verurteilt.
Die Al-Nursa-Front war bis zum Beginn des Aufstands gegen Assad unbekannt. Sie hatte sich in der Vergangenheit zu Anschlägen unter anderem in Damaskus und Aleppo bekannt. International wächst seit Monaten die Sorge, dass die syrische Protestbewegung vom Terrornetzwerk Al-Kaida unterwandert werden könnte.