Mit Messer bewaffneter 33-Jähriger lief auf Grenzpolizisten zu

Israelische Polizisten erschießen palästinensischen Angreifer in Jerusalem

Jerusalem (AFP) - Israelische Polizisten haben am Samstag in der Altstadt von Jerusalem einen palästinensischen Angreifer erschossen. Ein mit einem Messer bewaffneter "Terrorist" sei am Vormittag auf die am Löwentor stationierten Grenzpolizisten zugelaufen, teilte die Polizei mit. Die Polizisten hätten den Mann zunächst aufgerufen, stehen zu bleiben. Als er weitergelaufen sei, hätten sie auf ihn geschossen, "um eine weitere Gefährdung zu verhindern".
Krankenwagen in der Nähe des Löwentors Bild anzeigen
Krankenwagen in der Nähe des Löwentors © AFP

Eine Frau, die sich in der Nähe aufgehalten habe, sei durch Munitionssplitter "leicht verletzt" worden, teilte die Polizei mit. Sie sei in ein Krankenhaus gebracht worden.

Zur Identität des Angreifers machte die israelische Polizei keine Angaben. Dem palästinensischen Gesundheitsministerium zufolge handelte es sich um einen 33-Jährigen aus dem von Israel besetzten Ostteil Jerusalems.

Seit der Vorstellung des umstrittenen Nahost-Plans von US-Präsident Donald Trump Ende Januar haben die Spannungen zwischen Israel und den Palästinensern zugenommen. Erst am Freitag hatte die israelische Polizei nach eigenen Angaben einen Messerangriff im Süden von Jerusalem vereitelt.

Anfang Februar war ein Angreifer mit einem Auto in eine Gruppe israelischer Soldaten gefahren und hatte dabei 14 Menschen verletzt. Die radikalislamische Hamas im Gazastreifen sprach von einer "Antwort" auf Trumps Nahost-Plan.

Der US-Vorschlag zur Beilegung des Nahost-Konflikts sieht eine "realistische Zwei-Staaten-Lösung" mit Jerusalem als "ungeteilter Hauptstadt" Israels vor. Die Palästinenser sollen unter Bedingungen die Möglichkeit erhalten, einen eigenen Staat zu bekommen - allerdings ohne das strategisch und wirtschaftlich wichtige Jordantal im Westjordanland und ohne Ost-Jerusalem als Hauptstadt. Nach der Vorstellung des Plans in Washington hatte die Hamas angekündigt, sich "in allen Formen" gegen das US-Vorhaben zu "wehren".

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