Fünfter Palästinenser stirbt durch versehentliche Explosion einer Handgranate

Israelische Soldaten töten vier Palästinenser bei Protesten im Gazastreifen

Gaza (AFP) - Bei neuen Protesten im Gazastreifen haben israelische Soldaten nach palästinensischen Angaben am Freitag vier Demonstranten erschossen. Die vier Palästinenser im Alter zwischen 22 und 27 Jahren seien bei verschiedenen Vorfällen an der Grenze zu Israel getötet worden, teilte das Gesundheitsministerium in Gaza mit. Ein fünfter Mann kam demnach ums Leben, als versehentlich eine Handgranate in seiner Hand explodierte, hieß es unter Berufung auf Augenzeugen.
Proteste am Freitag Bild anzeigen
Proteste am Freitag © AFP

Die israelische Armee äußerte sich dazu zunächst nicht. Sie verwies darauf, dass sich etwa 10.000 "Demonstranten und Randalierer" an der Grenze versammelt hätten. Diese hätten Reifen angezündet und Sprengsätze in Richtung der Soldaten geworfen. Das Militär habe "mit Anti-Aufruhrmitteln geantwortet".

Seit Ende März gibt es an der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel regelmäßig Zusammenstöße zwischen Palästinensern und der israelischen Armee, insbesondere freitags. Mindestens 212 Palästinenser und ein israelischer Soldat wurden seitdem getötet.

Die Demonstranten fordern die Aufhebung der von Israel vor mehr als zehn Jahren verhängten Blockade des Gazastreifens. Außerdem beanspruchen sie das Recht auf Rückkehr von Palästinensern auf ihr Land, das sie bei der Gründung des Staates Israel 1948 aufgrund von Vertreibung oder Flucht verlassen mussten.

Möchten Sie diesen Artikel

Versenden Drucken
Anzeige

Diesen Artikel versenden

Absender-E-Mail:*
Empfänger-E-Mail:*
Nachricht:*

* Pflichtfelder