Labour-Chef Corbyn seit Jahren mit Antisemitismus-Vorwürfen konfrontiert

Israels Außenminister sieht in Johnsons Wahlsieg Triumph über Antisemitismus

Jerusalem (AFP) - Israels Außenminister Israel Katz hat die Niederlage der Labour-Partei bei der britischen Parlamentswahl als "Meilenstein" im Kampf gegen Antisemitismus bezeichnet. Der Wahlsieg von Tory-Chef Boris Johnson sei nicht nur ein "politischer Sieg", sondern "vor allem ein Sieg der Werte", erklärte Katz am Freitag. Labour-Chef Jeremy Corbyn sieht sich seit langem mit Antisemitismus-Vorwürfen konfrontiert.
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Corbyn ist mit Antisemitismus-Vorwürfen konfrontiert © AFP

Das "Gespenst des Antisemitismus" habe über der Wahlkampagne der oppositionellen Labour-Partei geschwebt, erklärte Katz. Die britische Öffentlichkeit habe mit ihrer Wahl für Johnson in "überwältigender Mehrheit" gegen den Antisemitismus gestimmt.

Der geschäftsführende israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gratulierte seinem "Freund" Johnson im Kurzbotschaftendienst Twitter zu einem "historischen Sieg". Dieser sei Teil eines weltweiten politischen Trends "für sichere Grenzen, eine freie Wirtschaft und Souveränität", schrieb Netanjahu. Präsident Reuven Rivlin wünschte Johnson "großen Erfolg".

Corbyn steht seit Jahren wegen Antisemitismus-Vorwürfen unter Druck. Einige Mitglieder verließen seit seinem Amtsantritt 2015 die Partei und beschuldigten Corbyn, Antisemitismus in den eigenen Reihen gedeihen zu lassen. Der britische Oberrabbiner Ephraim Mirviw bezeichnete Corbyn im Wahlkampf als "regierungsunfähig" und rief die britischen Juden dazu auf, bei der Parlamentswahl "mit ihrem Gewissen" abzustimmen.

Unterstützer Corbyns wiesen die Vorwürfe zurück und argumentierten, der 70-Jährige werde wegen seiner pro-palästinensischen Position attackiert.

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