Auf Ersuchen des Internationalen Strafgerichtshofs

Italienische Polizei beschlagnahmt Gaddafi-Vermögen

Rom (AFP) - Die italienische Finanzpolizei hat Vermögenswerte der Familie des im vergangenen Oktober getöteten libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi beschlagnahmt. Wie die Polizei mitteilte, stellte sie auf Ersuchen des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) in Den Haag bewegliches Eigentum und Immobilien, Aktien und Konten im Wert von mehr als 1,1 Milliarde Euro sicher.
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Gaddafi © AFP

Beschlagnahmt wurden demnach unter anderen Aktien der italienischen UniCredit-Bank, des Ölkonzerns ENI, des Rüstungsunternehmens Finmeccanica und des Turiner Fußballclubs Juventus sowie eine Immobilie in Rom, 150 Hektar Wald auf der Insel Pantelleria und zwei Motorräder.

Die Beschlagnahme folgte einem Rechtshilfeersuchen des Internationalen Strafgerichtshofs im Zuge von Ermittlungen gegen al-Gaddafi, dessen Sohn Seif al-Islam und des ehemaligen Geheimdienstchef Abdallah al-Senussi. Das IStGH wirft ihnen vor, den Sicherheitskräften ihres Landes den Auftrag zu Morden, Verfolgung und Verbrechen gegen die Menschlichkeit erteilt zu haben. Sanussi war Mitte März in Mauretanien festgenommen worden, der zweitälteste Gaddafi-Sohn im vergangenen November in Libyen.

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