Die nächsten Parlamentswahlen stehen eigentlich erst für 2014 an, doch König Abdullah II. hat vorgezogene Neuwahlen angesetzt, um der Forderung der Bevölkerung nach Reformen nachzukommen. Ein Datum für den Urnengang wurde aber noch nicht festgesetzt. Die Islamisten hatten bereits aus Protest gegen das Wahlsystem, das aus ihrer Sicht die dem König treu ergebenen ländlichen Regionen bevorzugt, die letzten Parlamentswahlen 2010 boykottiert.
Die Muslimbrüder und andere Oppositionsparteien demonstrieren in Jordanien regelmäßig für politische und wirtschaftliche Reformen. Insbesondere verlangen sie, die Umwandlung des Staates in eine parlamentarische Monarchie, in welcher der Ministerpräsident nicht länger vom König ernannt, sondern vom Parlament gewählt wird.
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