Entwurf für Zusammenarbeit ab 2015 bereits paraphiert

Kabul und USA einigen sich auf Partnerschaftsabkommen

Kabul (AFP) - Afghanistan und die USA haben sich auf ein Abkommen für eine langfristige strategische Partnerschaft nach dem Ende des NATO-Kampfeinsatzes am Hindukusch geeinigt. Die Leiter der beiden Delegationen hätten letzte Details geregelt und den Entwurf paraphiert, teilte der Präsidentenpalast in Kabul mit. Dem Entwurf müssen nun die Präsidenten beider Staaten sowie der US-Kongress und das afghanische Parlament zustimmen. Über den Inhalt des Abkommens wurde nichts bekannt.
Afghanischer Soldat mit US-Flagge Bild anzeigen Afghanischer Soldat mit US-Flagge © AFP

Der Entwurf wurde von dem Sicherheitsbeauftragten der afghanischen Regierung, Rangin Dadfar Spanta, und dem US-Botschafter in Kabul, Ryan Crocker, unterschrieben. Das Dokument biete eine "starke Grundlage für die Sicherheit Afghanistans, die Region und die Welt", erklärte Spanta. "Es ist ein Dokument für die Entwicklung der Region." Crocker erklärte, die Vereinbarung werde eine langfristige Partnerschaft "zwischen zwei gleichberechtigten souveränen Staaten" festigen. Die USA seien entschlossen, den Afghanen beim Aufbau eines "vereinten, demokratischen, stabilen und sicheren Staates" zu helfen.

Der Vertrag regelt die Zusammenarbeit zwischen den USA und Afghanistan nach dem Abzug der NATO-Kampftruppen Ende 2014. Kabul hatte sich zuvor mit zwei Vorbedingungen für die Unterzeichnung des Abkommens durchgesetzt: Dabei ging es um die Kontrolle über das von der US-Armee geführte Gefängnis in Bagram sowie über die nächtlichen Einsätze gegen Taliban, für die bislang US-Spezialeinheiten zuständig waren.

Bis Ende 2014 soll der Großteil der 130.000 Soldaten zählenden NATO-Truppe aus Afghanistan abziehen, der Kampfeinsatz der ausländischen Soldaten soll beendet werden. Der Status der in Afghanistan verbleibenden US-Soldaten wird in dem Partnerschafts-Abkommen nicht geregelt. Nach Angaben der US-Botschaft soll darüber erst nach der Unterzeichnung des Abkommens verhandelt werden.

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