Ministerin: "Wer Wissenschaftler bedroht, greift uns alle an"

Karliczek verurteilt Angriffe auf Wissenschaftler in Corona-Debatte scharf

Berlin (AFP) - Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat die Angriffe auf Wissenschaftler in der Corona-Pandemie scharf verurteilt. "Wer Wissenschaftler bedroht oder beschimpft, der greift uns alle an", sagte Karliczek am Mittwoch nach einem Besuch der Berliner Charité. Forschern, die in der augenblicklichen Krise so engagiert seien, müsse die Gesellschaft außerordentlich dankbar sein.
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Anja Karliczek © AFP

Für die Gesellschaft seien Forscher, die ihre Arbeit allgemein verständlich erklären können, außerordentlich wichtig, fügte die Ministerin hinzu. Es müsse aber auch akzeptiert werden, "dass wissenschaftliche Erkenntnis immer einer gewissen Vorläufigkeit unterliegt und durch neue Erkenntnisse angepasst wird".

Gerade in der Krise sei die Kommunikation wissenschaftlicher Erkenntnisse von großer Bedeutung, auch wenn sie oft vorläufig seien. "Und jedes Mal, wenn wir einen Erkenntnisstand haben, ergeben sich naturgemäß mehr Fragen als Antworten." Widerstreitende Positionen und "sachliche Diskussionen" gehörten aber zum Wesen der Wissenschaft.

In der Debatte um die Maßnahmen gegen das Coronavirus kommt es immer wieder zu Drohungen gegen Politiker und Wissenschaftler. Auch der Chefvirologe der Charité, Christian Drosten, ist betroffen.

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