CDU mit bislang schlechtestem Ergebnis - AfD und FDP müssen um Wiedereinzug bangen

Klarer Sieg für SPD und Grüne bei Bürgerschaftswahl in Hamburg

Hamburg (AFP) - Aus der Bürgerschaftswahl in Hamburg sind die Regierungsparteien SPD und Grüne als klare Sieger hervorgegangen. Die SPD von Regierungschef Peter Tschentscher setzte sich in der Hansestadt vom negativen Bundestrend ab und verteidigte am Sonntag laut Prognosen von ARD und ZDF mit 37,5 Prozent bis 38 Prozent ihre Stellung als stärkste Kraft. Sie kann mit 51 der 121 Mandate in der neuen Bürgerschaft rechnen.
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Hamburgs Bürgermeister Tschentscher © AFP

Die mit der SPD regierenden Grünen konnten ihr Ergebnis im Vergleich zur Wahl vor fünf Jahren in etwa verdoppeln: Mit ihrer Spitzenkandidatin Katharina Fegebank erzielten sie mit 25,5 Prozent ihr bislang bestes Ergebnis in dem Stadtstaat. Damit könnten sie 35 Mandate im Parlament bekommen.

Die CDU hingegen stürzte auf ein Rekordtief: Die Partei kam den Prognosen zufolge mit dem Spitzenkandidaten Marcus Weinberg nur noch auf 11,0 Prozent bis 11,5 Prozent - so wenig wie noch nie in Hamburg. In der neuen Bürgerschaft dürfte sie damit 15 oder 16 Mandate bekommen.

AfD und FDP müssen um den Wiedereinzug in der Bürgerschaft zittern: Die AfD lag den Zahlen zufolge bei 4,7 Prozent bis 4,8 Prozent. Sollte sie an der Fünfprozenthürde scheitern, wäre es das erste Mal, dass die AfD den Wiedereinzug in ein Landesparlament verpasst.

Die FDP kann den Prognosen zufolge mit etwa 5,0 Prozent rechnen - ob sie erneut in der Bürgerschaft vertreten sein wird, war noch offen. Die Linkspartei wird sicher wieder in der neuen Bürgerschaft vertreten sein - die Prognosen sehen sie bei 9,0 Prozent bis 9,5 Prozent. Dies entspricht zwölf oder 13 Mandaten in der künftigen Bürgerschaft.

In Hamburg waren rund 1,3 Millionen Wahlberechtigte bis 18.00 Uhr aufgerufen, über die Vergabe der 121 Sitze im Parlament zu entscheiden. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 62 Prozent - nach 56,5 beim letzten Mal.

Es handelt sich nach bisherigem Stand um die einzige Wahl auf Länderebene in diesem Jahr. Der Wahlausgang wurde auch vor dem Hintergrund der Regierungskrise in Thüringen und der damit verbundenen politischen Turbulenzen in Berlin mit Spannung erwartet.

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