CSU beharrt jedoch auf umstrittenem Vorhaben

Kubicki fordert Rücknahme der Betreuungsgeldpläne

Berlin (AFP) - Der FDP-Spitzenkandidat in Schleswig-Holstein, Wolfgang Kubicki, fordert von der Union den Verzicht auf das Betreuungsgeld. Seine Partei appelliere "nachdrücklich an die Union, von diesem auch verfassungsrechtlich problematischen Vorhaben Abstand zu nehmen und damit auch zu einer schnelleren Entschuldung beizutragen", sagte er dem "Handelsblatt". "Unsere inhaltliche Ablehnung des Betreuungsgeldes steht außer Frage." Kubicki hatte kürzlich noch mit Verweis auf den Koalitionsvertrag für Zustimmung seiner Partei zu dem umstrittenen Vorhaben plädiert.
Das Betreuungsgeld spaltet die Gemüter Bild anzeigen Das Betreuungsgeld spaltet die Gemüter © AFP

Nun betonte er zwar, dass die Liberalen zu den Vereinbarungen, die getroffen worden seien, auch stehen würden. "Gemeinsam getroffene Vereinbarungen können auch wieder geändert werden", sagte Kubicki dem "Handelsblatt".

Die CSU bekräftigte erneut ihr Festhalten am Betreuungsgeld. "Was im Koalitionsausschuss dieser Regierung vereinbart wurde, hat bislang immer gegolten", sagte Bayerns Familienministerin Christine Haderthauer der "Passauer Neuen Presse". Sie wandte sich zudem gegen Kritik, das Betreuungsgeld könne sich zum Nachteil von Kindern aus sozial schwachen Familien auswirken. "Die subtile Unterstellung, dass 'sozial Schwache' schlechtere Eltern für ihre Kleinkinder sind, halte ich für unerträglich", sagte die CSU-Politikerin.

Bewerten Sie diesen Artikel

0.0
0,0 (0 Stimmen)

Möchten Sie diesen Artikel

Versenden Drucken
Anzeige

Noch keine Kommentare vorhanden

Zu diesem Artikel wurde noch kein Kommentar hinterlassen, schreiben Sie doch den ersten.

Diesen Artikel versenden

Absender-E-Mail:*
Empfänger-E-Mail:*
Nachricht:*

* Pflichtfelder
Als Startseite festlegen Facebook Twitter RSS-Feeds Mobile