Senat billigt neues Gesetz mit Abstrichen

Künstliche Befruchtung für Lesben und Singles nimmt Hürde in Frankreich

Paris (AFP) - Die Öffnung der künstlichen Befruchtung für alle Frauen hat in Frankreich eine weitere Hürde genommen: Nach der Nationalversammlung stimmte in der Nacht zu Donnerstag auch der Senat dem Gesetzesvorschlag der Regierung in erster Lesung zu. Damit sollen auch Lesben und Singles ihren Kinderwunsch verwirklichen können.
"Und wo ist dein Papa?" - Ein junger Mann auf einer Demo Bild anzeigen
"Und wo ist dein Papa?" - Ein junger Mann auf einer Demo © AFP

Die konservative Mehrheit im Oberhaus pocht allerdings auf eine wichtige Änderung: Demnach soll die künstliche Befruchtung für Lesben und alleinstehende Frauen nur bei Unfruchtbarkeit oder einer anderen medizinischen Indikation von der Krankenkasse bezahlt werden.

Dieser Passus könnte von der Nationalversammlung wieder gekippt werden. Sie hat nach den nun anstehenden zweiten Lesungen im Parlament das letzte Wort.

Die Öffnung der künstlichen Befruchtung ist ein Wahlkampfversprechen von Präsident Emmanuel Macron, das nach Umfragen zwei Drittel der Franzosen unterstützen. Massive Kritik kommt von Konservativen und der katholischen Kirche. Die Gegner argumentieren, das Gesetz beraube Kinder einer Vaterfigur und bedrohe traditionelle Familienstrukturen. Zuletzt gingen zehntausende Menschen gegen die Pläne auf die Straße.

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