Russlands Außenminister sieht nach Konferenz nur "kleinen Schritt" nach vorne

Lawrow: Immer noch kein "ernsthafter" Dialog zwischen libyschen Konfliktparteien

Berlin (AFP) - Die Berliner Libyen-Konferenz hat nach Ansicht von Russlands Außenminister Sergej Lawrow keinen "ernsthaften" Dialog zwischen den libyschen Konfliktparteien in Gang gesetzt. "Es ist offensichtlich, dass wir es noch nicht geschafft haben, einen ernsthaften und dauerhaften Dialog zwischen ihnen in Gang zu setzen", sagte Lawrow am Sonntag vor seiner Abreise. Die Konfliktparteien hätten aber zumindest "einen kleinen Schritt" nach vorne gemacht, die Konferenz sei daher "sehr nützlich" gewesen.
Lawrow (l.) im Gespräch mit Frankreichs Präsident Macron Bild anzeigen
Lawrow (l.) im Gespräch mit Frankreichs Präsident Macron © AFP

In Libyen kämpfen die Truppen von General Chalifa Haftar gegen die international anerkannte Einheitsregierung von Ministerpräsident Fajes al-Sarradsch. Beide waren am Sonntag in Berlin, nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) waren sie aber "nicht Teil der Konferenz". Haftar und al-Sarradsch sprachen nur getrennt mit der Kanzlerin.

Zu den Konferenzteilnehmern gehörten unter anderen der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan, Kreml-Chef Wladimir Putin, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und US-Außenminister Mike Pompeo.

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