US-Geheimdienstchef James Clapper hat eine Untersuchung angekündigt, wie die Informationen an die Medien gelangen konnten. Der Agent soll laut Informationen des US-Nachrichtensenders CNN von Islamisten angeworben worden sein und zunächst selbst Sympathien für den islamischen "Heiligen Krieg" gehabt haben. Erst vor einem Jahr sei es dann dem saudiarabischen Geheimdienst gelungen, ihn anzuwerben.
Der Geheimdienst setzte den Agenten demnach auf den Al-Kaida-Ableger auf der Arabischen Halbinsel (AQAP) an, um Hinweisen nachzugehen, wonach ein Sprengsatzmodell zum Tragen in der Unterwäsche weiterentwickelt werde. Die US-Geheimdienste wurden laut CNN von den Stellen in Saudi-Arabien über den Einsatz des Agenten auf dem Laufenden gehalten. Der Mann verbrachte demnach mehrere Wochen mit den Al-Kaida-Kämpfern im Jemen.
Dabei sammelte der Mann auch Informationen über den seit Jahren von den USA gesuchten Al-Kaida-Führer Fahd al-Kuso, der bei einem Drohnen-Einsatz am Sonntag getötet wurde. Al-Kuso soll mitverantwortlich für den Anschlag auf den US-Zerstörer "Cole" im Hafen von Aden gewesen sein, bei dem 2000 17 US-Soldaten getötet worden waren.
Jemenitischen Stammesvertretern zufolge gelang es in den vergangenen Wochen zahlreichen Agenten, AQAP zu unterwandern, da die Gruppe "hunderte" neue Kämpfer rekrutierte, ohne sie genau zu überprüfen.
Noch keine Kommentare vorhanden