Einiges Russland müsse offener, demokratischer und für die Menschen "verständlicher" werden, sagte Medwedew. Sie dürften nicht den Eindruck haben, dass alles "von oben aufgezwungen" sei.
Vor 3000 Delegierten und Gästen hatte Putin Medwedew zuvor offiziell als seinen Nachfolger vorgeschlagen. Er halte Einiges Russland aber weiter für einen seiner "wichtigsten Verbündeten und Partner", sagte der Präsident und wies damit Spekulationen zurück, dass der Kreml die Regierungspartei nach herben Verlusten bei der Parlamentswahl Anfang Dezember kaltstellen könnte.
Putin stand seit 2007 an der Spitze von Einiges Russland, obwohl er nie selbst Parteimitglied war. Medwedew besitzt dagegen seit Anfang der Woche ein Parteibuch.
Putin war im März zum dritten Mal zum russischen Präsidenten gewählt worden. Er hatte das Amt bereits in den Jahren 2000 bis 2008 inne. Danach war er vier Jahre lang Regierungschef. Staatschef war in dieser Zeit Medwedew, den Putin nun Anfang Mai zum Ministerpräsidenten ernannte. Der Ämtertausch an der Staatsspitze und die vorangegangen Wahlen sind in Russland höchst umstritten und lösten landesweit eine beispiellose Protestwelle gegen die Kreml-Führung aus.
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