Deutsch-Libanese wurde wohl von CIA verschleppt
Menschenrechtsgericht prüft Klage von el Masri
Straßburg (AFP) - Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte befasst sich heute mit dem Fall des Ende 2003 vom US-Geheimdienst CIA entführten Deutsch-Libanesen Khaled el Masri. Dabei geht es um eine Beschwerde des heute 47-Jährigen gegen Mazedonien. Er wirft den mazedonischen Behörden vor, an seiner Verschleppung beteiligt gewesen zu sein. El Masri war nach eigenen Angaben 2003 in Mazedonien als Terrorverdächtiger aus einem Reisebus geholt worden.
El Masri
© AFP
Die 17 Richter der Großen Kammer des Straßburger Gerichts werden Vertreter der mazedonischen Regierung und von el Masri anhören. Der 47-Jährige wird nach Angaben einer Gerichtssprecherin vermutlich nicht selbst anwesend sein. Das Urteil wird erst in mehreren Monaten erwartet.
Artikel vom 16.05.2012
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