Nach einem vorab veröffentlichten Bericht des "Spiegel" plant die CDU zudem, vor dem Parteitag Anfang Dezember wieder mehrere Regionalkonferenzen abzuhalten. In früheren Jahren hatte die Parteiführung dieses Instrument auch dazu genutzt, Unmut der Basis vor den wichtigen Abstimmungen auf den Parteitagen aufzufangen.
Aus der CDU-Parteizentrale verlautete, eine abschließende Entscheidung zu den Regionalkonferenzen sei noch nicht gefallen. Es werde aber durchaus damit gerechnet, dass im Vorfeld des Parteitages Konferenzen stattfinden. "Regionalkonferenzen sind ein bewährtes Mittel, um ein intensives Gespräch der Basis mit der Parteispitze zu ermöglichen", hieß es weiter.
Die Entlassung Röttgens durch Merkel aber auch das schlechte Abschneiden in NRW hatten in der CDU für Unruhe gesorgt. Laut "Spiegel" wies der CDU-Gesundheitspolitiker Jens Spahn darauf hin, dass das Ergebnis der CDU in NRW nicht allein Röttgens Schuld gewesen sein könne. Röttgen war Spitzenkandidat der NRW-CDU bei der Landtagswahl vor zwei Wochen. Er trat angesichts des Ergebnisses als Landesvorsitzender zurück. Wenige Tage später warf Merkel ihn auch aus dem Bundeskabinett.
Der Thüringer Fraktionschef Mike Mohring sagte dem "Spiegel", die Union müsse in ihrer ganzen Breite dargestellt werden. "Das gelingt aber nicht, wenn jede von der Parteiführung abweichende Meinung gleich als Hochverrat bestraft wird."
Noch keine Kommentare vorhanden