Kanzlerin: Wahlkämpfe muss die Partei führen

Merkel verteidigt ihre Zurückhaltung im Europawahlkampf

München (AFP) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihre Zurückhaltung im Europawahlkampf verteidigt. "Als Bundeskanzlerin setze ich mich für alle unsere Anliegen und Überzeugungen ein, aber die Wahlkämpfe muss die Partei führen", sagte sie der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstagsausgabe). Ihre Entscheidung, den Parteivorsitz abzugeben, stehe "in untrennbarem Zusammenhang mit meiner Entscheidung, nach 2021 nicht mehr in der Politik zu sein", sagte Merkel.
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Bericht: Merkel will keine Parteiauftritte im Wahlkampf © AFP

Nachdem sie als Parteivorsitzende 18 Jahre lang vor Wahlen gekämpft habe, sei das "jetzt die Domäne der neuen CDU-Vorsitzenden", sagte Merkel. CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte sich im April laut einem Bericht der "Welt am Sonntag" enttäuscht darüber geäußert, dass Merkel fast gar nicht im Europawahlkampf auftreten möchte.

Die Kanzlerin wird vor der Europawahl nur einen Wahlkampfauftritt in Deutschland bestreiten. Am 24. Mai tritt sie gemeinsam mit ausländischen Staats- und Regierungschefs, die wie sie der Europäischen Volkspartei (EVP) angehören, bei der Abschlusskundgebung von CDU und CSU in München auf.

Die Europawahl findet in Deutschland am 26. Mai statt. Gemeinsamer Spitzenkandidat der Unionsparteien ist der CSU-Politiker Manfred Weber, der sich als Spitzenkandidat der EVP auch um das Amt des EU-Kommissionspräsidenten bewirbt.

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