Gewalt erschwert innerafghanische Friedensgespräche

Mindestens 14 afghanische Sicherheitskräfte bei Kämpfen mit Taliban getötet

Kandahar (AFP) - Bei heftigen Gefechten zwischen der afghanischen Armee und den radikalislamischen Taliban im Süden des Landes sind mindestens 14 Sicherheitskräfte getötet worden. Mehr als ein Dutzend weitere seien verletzt worden, teilten die afghanischen Behörden am Montag mit. Den Angaben zufolge hatten Taliban-Kämpfer am späten Sonntagabend in der Provinz Urusgan mehrere Positionen der Armee angegriffen. Heftige Kämpfe gab es demnach auch in der Provinz Gisab.
Eröffnung der Friedensgespräche in Doha Bild anzeigen
Eröffnung der Friedensgespräche in Doha © AFP

Die "intensiven Kämpfe" dauerten an, sagte der Sprecher des Gouverneurs von Gisab, Selgai Ebadi, der Nachrichtenagentur AFP. Die afghanischen Streitkräfte hätten sich von mehreren Posten zurückgezogen.

Die Gewalt erfolgt inmitten der Friedensgespräche zwischen der afghanischen Regierung und den radikalislamischen Taliban in Doha. Die von den USA unterstützten Verhandlungen sind ein Meilenstein in dem 19-jährigen Konflikt, in dem zehntausende Menschen getötet und Millionen vertrieben wurden.

Mit der US-Regierung hatten die Taliban schon im Februar ein Abkommen geschlossen, das den schrittweisen Abzug der US-Streitkräfte regelt. Es gibt aber immer noch regelmäßig Anschläge und Angriffe auf die afghanische Armee, täglich sterben dutzende Menschen.

Nach Angaben des Innenministeriums in Kabul wurden in den vergangenen Wochen 98 Zivilisten bei Taliban-Anschlägen getötet. 230 weitere wurden demnach verletzt.

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