Mindestens 45 weitere Menschen seien bei dem Attentat verletzt worden, sagte der örtliche Polizeichef Gul Wali Khan. Die Kinder starben demnach, als sie in der Nähe der Anschlagsstelle auf ihren Schulbus warteten. Der Attentäter habe mit seinem Fahrzeug bewusst die Rückseite der Polizeiwache gerammt, da das Gebäude an den anderen Seiten mit Sandsäcken gesichert gewesen sei.
Ein Polizeibeamter berichtete, während der Tat hätten sich in der Wache 45 Beamte aufgehalten. Das Gebäude sei "vollkommen zerstört". Das pakistanische Fernsehen strahlte Bilder aus, auf denen auch ramponierte Geschäfte und eine beschädigte Moschee zu sehen waren.
Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand, ähnliche Selbstmordattentate wurden in der Vergangenheit aber der pakistanischen Taliban-Organisation Tehreek-e-Taliban Pakistan (TTP) zugeschrieben. Der Informationsminister der Provinz Khyber Pakhtunkhwa, Mian Iftikhar Hussain, warnte vor weiteren Anschlägen. "Die Terroristen gruppieren sich neu", sagte er und forderte ein hartes Vorgehen gegen die Aufständischen.
Die Provinz Khyber Pakhtunkhwa grenzt an die pakistanischen Stammesgebiete, die eine Hochburg der radikalislamischen Taliban sind. In Pakistan werden regelmäßig Anschläge verübt, in den vergangenen drei Jahren kamen dabei mehr als 3700 Menschen ums Leben. Alleine in der vergangenen Woche starben mindestens 110 Menschen bei Attacken der Aufständischen.
Derweil tötete die US-Armee erneut fünf mutmaßliche Aufständische bei einem Drohnenangriff. Ein unbemanntes Flugzeug habe zwei Raketen auf ein fahrendes Auto in der Unruheprovinz Nord-Waziristan abgefeuert, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP von einem Vertreter der pakistanischen Sicherheitskräfte. Dabei seien fünf Rebellen in dem Auto getötet worden. Geheimdienstkreise bestätigten die Angaben über den Vorfall nahe der Grenze zu Afghanistan. Die Gegend ist eine Hochburg des Haqqani-Netzwerkes, das Verbindungen zum Terrornetzwerk El Kaida unterhält.
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