Absturzursache unklar - Selenskyj reist am Samstag in Region

Mindestens 22 Tote bei Absturz von Militärflugzeug im Osten der Ukraine

Kiew (AFP) - Beim Absturz eines Militärflugzeugs im Osten der Ukraine sind nach Angaben der Regierung in Kiew mindestens 22 Menschen getötet worden, darunter Studenten einer Hochschule der Luftwaffe. Zwei weitere Menschen seien durch den Absturz in der Nähe von Charkiw schwer verletzt worden, sagte der stellvertretende Innenminister Anton Geraschtschenko am Freitagabend der Nachrichtenagentur AFP. Zunächst war von 20 Toten die Rede gewesen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte an, die Region am Samstag zu besuchen.
Präsident Selenskyj will den Unglücksort am Samstag besuchen Bild anzeigen
Präsident Selenskyj will den Unglücksort am Samstag besuchen © AFP

Laut Geraschtschenko befanden sich an Bord der Transportmaschine Antonow-26 insgesamt 28 Menschen, darunter sieben Besatzungsmitglieder und 21 Studenten. Er korrigierte damit frühere Angaben, wonach nur 24 Menschen an Bord des Flugzeugs gewesen waren.

Die Suche nach den vermissten Insassen halte an, sagte Geraschtschenko, der angesichts des Absturzes von einem "Schock" sprach. Die Absturzursache war nach seinen Angaben noch unklar.

Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe war das Transportflugzeug Antonow-26 beim Anflug auf die Landebahn in Tschuhujiw in der Region Charkiw um 20.50 Uhr (Ortszeit; 19.50 Uhr MESZ) zerschellt. Dem Staatsamt für Notsituationen zufolge geriet das Flugzeug nach dem Absturz in Brand. Die Feuerwehr brauchte demnach eine Stunde, um die Flammen zu löschen.

Tschuhujiw liegt rund 30 Kilometer südöstlich von Charkiw und etwa hundert Kilometer westlich der Frontlinie, an der sich die ukrainische Armee und prorussische Separatisten bekämpfen.

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