Washington (sb) - Es waren Worte, die der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney wohl nicht in einem Fernsehinterview in den Mund genommen hätte. Aber bei einem Dinner mit einigen reichen Spendern bezeichnete der Multimillionär Romney die Hälfte der amerikanischen Wähler als „Opfer“.
Nach seiner Ansicht sind die Wähler des demokratischen Präsidenten Barack Obama selbst erklärte Opfer, die vom Staat leben und sich nicht um ihr Leben kümmern. Diese 47 Prozent, die keine Einkommenssteuer zahlen und vom Staat abhängig sind und glauben der Staat sei in der Pflicht für sie zu sorgen, könne er ohnehin nicht überzeugen, Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen. „Mein Job ist es nicht, mich um solche Leute zu kümmern. Ich muss die fünf bis zehn Prozent in der Mitte überzeugen."
Diese geringschätzigen Worte, die eigentlich nur für einige ausgewählte Sponsoren-Ohren bestimmt waren, wurden heimlich bei dem Spenden-Dinner in Florida mit einer Videokamera aufgenommen und dem linksgerichtetetn Magazin „Mother Jones“ zugespielt, die am Montag mehrere Aussagen Romneys auf ihrer Website veröffentlichten. Aufgenommen wurde das Video bereits am 17. Mai 2012 bei einem Spenden-Dinner in Boca Raton in der Villa des Investmentbankers Mark Later.
In einem Statement Romneys vom Montagabend räumte Romney ein, dass er sich „nicht elegant“ ausgedrückt habe, steht aber weiterhin zu seinen Worten.
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