Italienischer Regierungschef verbittet sich Ratschläge
Monti geht auf Konfrontationskurs gegen Merkel
Rom (AFP) - Der italienische Ministerpräsident Mario Monti geht im Krisenmanagement in der Euro-Zone auf Konfrontationskurs gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Wenn sich ein Land mit hoher Staatsverschuldung für eine europäische Wachstumspolitik einsetze, bedeute das nicht notwendigerweise, dass es "nach Deutschlands Geld trachtet", sagte Monti auf einem von der Zeitung "Repubblica" organisierten Gesprächsforum in Bologna. Monti betonte, Italien werde seine Krise aus eigener Kraft bewältigen: "Wenn es Italien schafft, dann nicht, weil Angela Merkel es sagt."
Monti will keine Ratschläge von Merkel
© AFP
Erneut setzte sich der italienische Regierungschef für eine stärkere Wachstumspolitik der EU ein. Sollte es gelingen, in den kommenden "entscheidenden zwei Wochen" konkrete Entscheidungen für mehr Wachstumsanreize zu treffen, werde dies auch auf "psychologischer Ebene" viel ändern.
Der italienische Regierungschef empfängt am Freitag Merkel, den französischen Präsidenten François Hollande und den spanischen Regierungschef Mariano Rajoy zu Beratungen in Rom. Merkel steht mit ihrem Pochen auf Haushaltskonsolidierung zunehmend isoliert da.
Artikel vom 16.06.2012
Noch keine Kommentare vorhanden