Frauen an der Linken-Spitze seien "nicht das schmückende Beiwerk an der Seite eines Mannes", sagte Schwabedissen. Sie warnte davor, die Debatte um eine Frauenspitze als reine "Spielerei" zu sehen. "Wir meinen es ernst", fügte die Landesvorsitzende hinzu.
Dem früheren Parteichef Lafontaine riet Schwabedissen, für die Linkspartei künftig die Rolle eines "politischer Beraters" zu spielen. Sie wolle Lafontaines Verdienste nicht in Frage stellen: "Aber wir diskutieren, ob es nicht besser ist, wenn auch andere Gesichter dieses Projekt vorantreiben - mit Oskar Lafontaine, nicht gegen ihn."
Lafontaine hatte am Dienstag seine Bereitschaft zur erneuten Kandidatur für den Linken-Chefposten erklärt, eine Kampfkandidatur gegen seinen Widersacher Bartsch aber abgelehnt. Bartsch wiederum hält bislang an seiner Kandidatur fest, die er bereits im November 2011 angekündigt hatte. Mindestens einer der zwei Linken-Chefs muss der Satzung zufolge eine Frau sein; eine weibliche Doppelspitze wäre zulässig.
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