CDU-Vize: Neuer Parteichef muss sich an Kurs der Mitte orientieren

NRW-Ministerpräsident Laschet warnt CDU vor Richtungswechsel

Berlin (AFP) - Wenige Tage vor dem CDU-Parteitag in Hamburg hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet seine Partei vor einem Richtungswechsel gewarnt. Der Kurs der Mitte sei für die CDU und für Deutschland erfolgreich gewesen, sagte Laschet den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Montag. "Daran wird jeder neue Parteichef sich zu orientieren haben."
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NRW-Ministerpräsident Armin Laschet © AFP

Auf dem CDU-Parteitag am Freitag und Samstag in Hamburg wählen die Delegierten den Nachfolger oder die Nachfolgerin der bisherigen CDU-Chefin Angela Merkel, die nicht erneut antritt. Sie will aber bis zum Ende der Legislaturperiode Kanzlerin bleiben. Aussichtsreiche Kandidaten für ihre Nachfolge an der Parteispitze sind Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, Ex-Fraktionschef Friedrich Merz und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

Laschet rief die Partei unabhängig vom Ausgang des Kandidatenrennens zum Zusammenhalt auf: "Alle drei werden in Zukunft gebraucht. Das erfordert eine hohe Fähigkeit zum Konsens."

Eine Vorentscheidung über die nächste Kanzlerkandidatur der Union sieht der Ministerpräsident und Partei-Vize in der Vorsitzenden-Wahl nach eigenen Angaben nicht. Zwar habe "der Parteivorsitzende der CDU immer einen natürlichen Anspruch darauf, dass er Kanzler werden kann". Diese Frage stelle sich jedoch derzeit nicht. Dies gelte auch für ihn, sagte Laschet auf die Frage, ob er sich selbst eine Kanzlerkandidatur vorstellen könne.

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