Es gehe nicht um Kritik an Israel, sondern um eine "grundlegende Verdrehung der Fakten". Dabei werde der Aggressor Iran zum Opfer und Israel zum Aggressor und zu einer Bedrohung des Weltfriedens. Diejenigen, die mit dem übereinstimmten, was Grass über Israel sage, sollten sich die Frage stellen, ob sie "nicht auch zur Zeit des Holocaust mit den Verleumdungen gegen Juden übereingestimmt" hätten, sagte Netanjahu. Das sei "die Frage, die sich die Deutschen stellen müssen".
In seinem Gedicht "Was gesagt werden muss" hatte Grass Israel vorgeworfen, mit seiner Iran-Politik den Weltfrieden zu gefährden. Insbesondere kritisierte er, dass sich die Atommacht Israel das Recht auf einen Präventivschlag vorbehalte, um zu verhindern, dass der Iran selbst an Atomwaffen gelangt.
Das Gedicht des 84-Jährigen hatte in Deutschland und in Israel eine heftige Debatte ausgelöst. Netanjahu hatte Grass kurz nach der Veröffentlichung des Textes Anfang April einen "schändlichen" Vergleich Israels mit dem Iran vorgeworfen.
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