Sieben Festnahmen nach Zusammenstößen mit Polizei

Neue Ausschreitungen nach Verhängung von Ausnahmezustand in Sri Lanka

Colombo (AFP) - Nach der Ausrufung des Ausnahmezustands in Sri Lanka ist es zu neuen Ausschreitungen gekommen. Mindestens drei Polizisten seien in der Nacht zum Mittwoch bei Zusammenstößen in einem Vorort der Stadt Kandy verletzt worden, sagte Polizeisprecher Ruwan Gunasekera. Sieben Menschen seien wegen Anstiftung zu Unruhen festgenommen worden.
Zerstörtes Geschäft in der Stadt Kandy Bild anzeigen
Zerstörtes Geschäft in der Stadt Kandy © AFP

Nach gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Buddhisten und Angehörigen der muslimischen Minderheit hatte Sri Lankas Regierung am Dienstag einen landesweiten Ausnahmezustand verhängt. Die Gewalt war am Montag eskaliert, nachdem ein buddhistischer Einwohner Verletzungen erlegen war, die ihm muslimische Angreifer zugefügt hatten. Am Dienstag wurde die Leiche eines 24-jährigen muslimischen Mannes aus einem niedergebrannten Gebäude geborgen.

Während der zweitägigen Ausschreitungen wurden mehr als 150 Gebäude und Geschäfte in Brand gesteckt. Das Parlament entschuldigte sich bei der muslimischen Minderheit für die Gewaltakte. Es war das erste Mal seit dem Jahr 2011, dass die Regierung den Ausnahmezustand verhängte.

Kandy ist ein bei Touristen beliebtes Reiseziel. Großbritannien und die USA gaben wegen der angespannten Lage Reisewarnungen für Sri Lanka heraus. Auch das Auswärtige Amt mahnte zu besonderer Vorsicht und riet Reisenden dazu, größere Menschenansammlungen und Demonstrationen zu meiden.

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