Seit Jahren gibt es Spannungen um das iranische Atomprogramm. Der Westen wirft dem Iran vor, am Bau einer Atombombe zu arbeiten. Teheran weist dies zurück und pocht auf sein Recht zur friedlichen Nutzung der Atomenergie.
Am 23. Mai sollen in Bagdad zum ersten Mal seit 15 Monaten wieder Atomgespräche zwischen dem Iran und den fünf UN-Vetomächten sowie Deutschland stattfinden (5+1-Gruppe). Dabei könnte der Westen dem Iran möglicherweise anbieten, ihm die Anreicherung von Uran bis fünf Prozent zu erlauben, wenn Teheran im Gegenzug strengen Kontrollen zustimmt.
Derweil wurde bekannt, dass der Iran zur Umgehung von internationalen Sanktionen offenbar die Satellitenortungssysteme an seinen Öltankern abschaltet. Bereits seit einem Monat werde ein Viertel der iranischen Tankerflotte routinemäßig mit abgestelltem Ortungssystem auf die Fahrt geschickt, berichtet die "Washington Post" unter Berufung auf US-Beamte. Es handele sich um ein "Katz-und-Maus-Spiel" mit westlichen Regierungen, die ihre Sanktionen gegen Teheran durchzusetzen versuchten. Dem Bericht zufolge ist das Ausschalten des Ortungssystems ein Verstoß gegen Internationales Seerecht.
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