Nordzypern öffnet seit Jahrzehnten abgesperrte Stadt Varosha

Varosha (AFP) - Die türkische Republik Nordzypern öffnet am Donnerstag für die Öffentlichkeit eine seit Jahrzehnten abgeriegelte Stadt, welche die griechischen Zyprer für sich beanspruchen. Die türkische Armee hatte den einst beliebten Badeort Varosha abgesperrt, nachdem die griechischen Zyprer wegen des türkischen Einmarsches in Nordzypern 1974 von dort geflohen waren. Der Schritt könnte die Spannungen zwischen der Türkei und Zypern sowie Griechenland weiter verstärken, nachdem zuletzt der Konflikt um Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer eskaliert war.
Verlassene Gebäude im abgeriegelten Varosha Bild anzeigen
Verlassene Gebäude im abgeriegelten Varosha © AFP

Die Türkei hält den Nordteil Zyperns seit 1974 militärisch besetzt und erkennt als einziges Land die dortige Republik Nordzypern an. Der Regierungschef von Nordzypern, Ersin Tatar, hatte die Öffnung von Varosha am Dienstag nach einem Gespräch mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan angekündigt. Dies kritisierten nicht nur das EU-Land Zypern sowie die EU selbst, auch ein Koalitionspartner von Tatar zog sich aus der Regierung zurück: Außenminister Kudret Özersay trat am Mittwoch zurück. In Nordzypern findet am Sonntag die Präsidentenwahl statt, sowohl Tatar als auch Özersay treten gegen den Amtsinhaber Mustafa Akinci an.

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