General womöglich bereits am Wochenende in Damaskus

Norweger Mood zum Chef der UN-Mission in Syrien ernannt

New York (AFP) - UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat den norwegischen General Robert Mood zum Leiter der unbewaffneten Beobachtermission in Syrien ernannt. Ein Sprecher Bans erklärte, dass der 54-jährige Mood über "langjährige Führungserfahrung" und eine "breite Kenntnis von Friedensmissionen" verfüge. Aus Diplomatenkreisen hieß es, dass Mood bereits am Wochenende in Syrien eintreffen könnte.
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Robert Mood © AFP

Derzeit hält sich ein Voraustrupp von 15 UN-Vertretern in Syrien auf, um die offiziell am 12. April in Kraft getretene Waffenruhe zu überwachen. Insgesamt sollen etwa 300 UN-Beobachter nach Syrien entsandt werden. Der Sicherheitsrat hatte die Mission vergangenen Samstag für drei Monate autorisiert.

Mood leitete von 2009 bis 2011 die UN-Friedensmission zur Wahrung des Waffenstillstandes im Nahen Osten (UNTSO). Der älteste Einsatz mit Mandat der Vereinten Nationen läuft bereits seit 1948. Bereits in den 80er Jahren hatte Mood im Libanon Erfahrungen als Blauhelm-Soldat gesammelt. Außerdem gehörte er zwischen 1999 und 2002 zwei Mal der KFOR-Truppe im Kosovo an, 2005 wurde er Generalstabschef der norwegischen Armee.

Seit Beginn des Aufstands gegen die Regierung von Syriens Staatschef Baschar al-Assad vor gut einem Jahr wurden nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten mehr als 11.000 Menschen getötet. Ban hatte Damaskus am Donnerstag "Verstöße" gegen die Waffenruhe vorgeworfen und forderte Assad auf, "umgehend" seine Truppen und schweren Waffen wie vereinbart aus den Städten abziehen.

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