Zusammenstöße zwischen Polizei und bewaffneten Männern

Offenbar neue Auseinandersetzungen im Sinai

Kairo (AFP) - Auf der Sinai-Halbinsel hat es einem ägyptischen Medienbericht zufolge weitere Auseinandersetzungen zwischen Polizei und bewaffneten Männern gegeben. Die Zusammenstöße hätten sich vor einem Polizeiposten in der Stadt Al-Arisch im Norden des Sinai ereignet, berichtete der Sender Nile TV. Ägyptische Sicherheitskräfte gingen in dem Gebiet derweil weiter gegen Islamisten vor, nachdem am Sonntag 16 ägyptische Soldaten bei einem Überfall auf einen Grenzposten getötet worden waren.
Ägytische Soldaten im Sinai Bild anzeigen
Ägytische Soldaten im Sinai © AFP

Als Reaktion auf den Überfall hatte die ägyptische Armee am Mittwoch die größte Militäroperation im Sinai seit Jahrzehnten gestartet, wobei nach Angaben aus Armeekreisen und des Staatsfernsehens 20 Extremisten getötet wurden. Die Armee sprach von einem "totalen Erfolg" des Einsatzes. Israel, das ebenfalls von dem Vorfall vom Sonntag betroffen war, begrüßte den Einsatz. Am Mittwoch hatte Ägyptens Präsident Mohammed Mursi zudem Geheimdienstchef Murad Muwafi und den Gouverneur des nördlichen Sinai, Abdel Wahab Mabruk, entlassen.

Ägypten und Israel machen Palästinenser aus dem Gaza-Streifen und Islamisten vom Sinai für den Angriff verantwortlich. Der ägyptischen Armee zufolge erhielten die Angreifer Mörsergranaten aus dem von der radikalislamischen Hamas kontrollierten Gazastreifen. Der Regierungschef des Gazastreifens, Ismail Hanija, wies jede Verwicklung in den Angriff zurück.

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