Fraktionschef für scheidenden EU-Parlamentspräsidenten Schulz als Außenminister

Oppermann: SPD kämpft bei Bundestagswahl um "30 Prozent plus x"

Berlin (AFP) - SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann hat seiner Partei ein ehrgeiziges Ziel für die Bundestagswahl im Herbst gesetzt. "Die SPD kämpft bei der Bundestagswahl um 30 Prozent plus x", sagte Oppermann der "Welt am Sonntag". In Umfragen liegt die SPD derzeit nur bei 20 bis 22 Prozent. Oppermann sagte jedoch, die SPD werde sich "personell gut aufstellen und in der Sache hart streiten".
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Oppermann setzt der SPD ein ehrgeiziges Ziel © AFP

Eine Koalitionsaussage werde die SPD im Wahlkampf nicht treffen, kündigte Oppermann an. Nach der Wahl werde seine Partei "mit allen außer der AfD sprechen". "Wir suchen den Partner, mit dem wir am meisten umsetzen können", sagte der Fraktionsvorsitzende.

Die SPD muss auch noch klären, wer gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) als Kanzlerkandidat ins Rennen geht. Bis Ende Januar soll feststehen, ob Parteichef Sigmar Gabriel Spitzenkandidat wird oder der scheidende EU-Parlamentspräsident Martin Schulz. In Umfragen ist Schulz deutlich beliebter als der SPD-Chef. Auch Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz wurde immer mal wieder genannt.

Schulz wird auch als möglicher neuer Außenminister gehandelt, wenn Amtsinhaber Frank-Walter Steinmeier (SPD) zum Bundespräsidenten gewählt wird. Über die Nachfolge Steinmeiers werde ebenfalls noch im Januar entschieden, sagte Oppermann der "WamS". Er sprach sich für Schulz als Außenminister aus: Der scheidende EU-Parlamentspräsident sei "mit seiner internationalen Expertise hervorragend qualifiziert, das Auswärtige Amt zu leiten", sagte Oppermann. "Er kann Außenminister."

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