Parlamentswahl in der Slowakei unter dem Eindruck von Journalistenmord

Bratislava (AFP) - Rund zwei Jahre nach der Ermordung des Investigativ-Journalisten Jan Kuciak wird in der Slowakei am Samstag (ab 07.00 Uhr MEZ) ein neues Parlament gewählt. Es wird damit gerechnet, dass die regierende linkspopulistische Smer-SD für den Mord abgestraft wird, dessen mutmaßlicher Drahtzieher Kontakte bis in höchste Regierungskreise hatte. Laut einer Umfrage der Agentur AKO/Focus aus dem Nachbarland Tschechien landet Smer-SD auf dem zweiten Platz hinter der oppositionellen Mitte-rechts-Partei "Gewöhnliche Leute und unabhängige Personen" (Olano).
Wahlkampf-Plakate in Bratislava am Vorabend der Wahlen Bild anzeigen
Wahlkampf-Plakate in Bratislava am Vorabend der Wahlen © AFP

Deren Vorsitzender, der frühere Medienunternehmer Igor Matovic, dürfte es nach Ansichten politischer Experten jedoch nur in das Amt des Regierungschefs schaffen, wenn es ihm gelingt, die in mehrere Parteien zersplitterte konservativ-liberale Opposition hinter sich zu vereinen. Drittstärkste Kraft könnte die ultrarechte Partei LSNS werden, die gegen Roma und Migranten hetzt, den NATO-Austritt fordert und der EU feindselig gegenübersteht.

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