Tel-Aviv-Kundgebung richtet sich auch gegen Rassismus

Proteste in Israel gegen hohe Lebenshaltungskosten

Jerusalem (AFP) - Tausende Israelis haben am Samstagabend gegen die hohen Lebenshaltungskosten und soziale Ungerechtigkeit demonstriert. In Tel Aviv gingen rund 3000 Menschen auf die Straße, wie ein AFP-Korrespondent berichtete. Nach seinen Angaben protestierten mehrere Teilnehmer auch gegen wachsenden Rassismus in der Metropole, in der zehntausende Einwanderer aus Afrika leben.
Proteste in Jerusalem Bild anzeigen
Proteste in Jerusalem © AFP

In Jerusalem beteiligten sich rund tausend Demonstranten an einem Protestmarsch zur Residenz von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Auf Spruchbändern forderten sie unter anderem "Gerechtigkeit, keine Almosen". In der nördlichen Hafenstadt Haifa berichteten die Medien von mehreren hundert vorwiegend jungen Demonstranten. Laut einem Polizeisprecher nahmen landesweit rund 5000 Menschen an den Protesten teil.

Mit den Demonstrationen wollen die Initiatoren an die Protestbewegung des vergangenen Sommers anknüpfen. Diese erreichte Anfang September ihren Höhepunkt, als landesweit eine halbe Million Menschen aus Wut über steigende Wohnungspreise und sozialen Missstände auf die Straße gingen. Die Protestbewegung sieht ihre Forderungen nach grundlegenden Sozialreformen bis heute als nicht erfüllt an.

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