Prozess gegen katalanische Unabhängigkeitsführer beginnt in Madrid

Madrid (AFP) - Vor dem Obersten Gerichtshof in Madrid beginnt heute der Prozess gegen ein Dutzend führender Vertreter der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung wegen der versuchten Abspaltung ihrer Region von Spanien. Neun von ihnen, darunter dem damaligen Vize-Regionalpräsidenten Oriol Junqueras, drohen langjährige Haftstrafen wegen "Rebellion". Dem früheren Regionalpräsidenten Carles Puigdemont hingegen bleibt nach seiner Flucht ins Exil ein Prozess erspart. Er will sich in Berlin vor der Presse äußern (12.00 Uhr).
Die Hautangeklagten, darunter Oriol Junqueras (Vierter v.o.)
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Die Hautangeklagten, darunter Oriol Junqueras (Vierter v.o.) © AFP

Trotz eines Verbots durch das Oberste Gericht hatte Puigdemont im Oktober 2017 einen Volksentscheid zu Kataloniens Unabhängigkeit organisiert; wenige Wochen später erklärte das katalanische Parlament die Region zur Republik. Die damals konservative Zentralregierung stellte die Region daraufhin unter Zwangsverwaltung und ließ mehrere Unabhängigkeitsbefürworter inhaftieren. Die auf drei Monate angesetzte juristische Aufarbeitung des Dramas spaltet das Land. Umstritten ist unter anderem der Vorwurf der gewaltsamen "Rebellion".

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