Behörden geben als Begründung Sorge um "öffentliche Moral" an

"Queer Olympix" in Istanbul in letzter Minute verboten

Ankara (AFP) - Quasi in letzter Minute haben die türkischen Behörden das LGBT-Sportfest "Queer Olympix" verboten. Als die Organisatoren am Samstag in Istanbul mit der Vorbereitung der Sportstätte im asiatischen Teil der Stadt beginnen wollten, wurden sie nach eigenen Angaben von Polizisten erwartet. "Uns wurde gesagt, dass wir keine Erlaubnis für unsere Veranstaltung haben", berichtete Mitorganisator Elif Kaya. Für die "Queer Olympix" hatten sich rund 130 Teilnehmer angemeldet.
Ein türkischer Polizist tritt 2016 auf Regenbogenflagge Bild anzeigen
Ein türkischer Polizist tritt 2016 auf Regenbogenflagge © AFP

"Wir sahen Polizei und zwei Wasserwerfer", berichtete Kaya der Nachrichtenagentur AFP von der Situation beim Eintreffen auf dem Sportgelände. "Die Behörden haben uns offenbar erst im letzten Moment über das Verbot unterrichtet, damit wir nicht dagegen Einspruch einlegen können."

Die "Queer Olympix" hatten das erste Mal 2017 stattgefunden, auch 2018 wurden sie abgehalten. Die jetzt am Wochenende geplante dritte Ausgabe war die erste, die verboten wurde. Auf Instagram schrieben die Organisatoren, dass die Behörden zur Begründung für ihre Entscheidung angegeben hätten, sie wollten "die öffentliche Gesundheit, die öffentliche Ordnung und die öffentliche Moral" schützen. In der Türkei werden immer wieder Veranstaltungen der LGBT-Gemeinde (Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle) verboten.

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