Schavan-Bericht: Frauen sind stark unterrepräsentiert

Rekord bei Beschäftigten in Forschung und Entwicklung

Berlin (AFP) - In Deutschland arbeiten so viele Menschen wie nie zuvor für Forschung und Entwicklung. Zwischen 2000 und 2009 sei die Zahl der Beschäftigten in dem Sektor um knapp zehn Prozent auf rund 534.500 gestiegen, heißt es in dem neuen "Bundesbericht Innovation und Forschung", den Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) in Berlin vorstellte. Frauen sind in dem Bereich aber nach wie vor unterrepräsentiert: Ihr Anteil lag dem Bericht zufolge mit 143.300 Beschäftigten nur bei 27 Prozent. Dieser Anteil sei seit 2000 nur leicht gestiegen.
Schavan stellt Forschungsbericht vor Bild anzeigen
Schavan stellt Forschungsbericht vor © AFP

Schavan hob bei der Vorstellung des Berichts hervor, dass Deutschland bei der Zahl der wissenschaftlichen Publikationen im Verhältnis zur Einwohnerzahl erstmals die USA überholt habe. Diese Entwicklung zeige, "dass die Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen ihre Leistungsfähigkeit in den vergangenen Jahren erheblich gesteigert haben", erklärte Schavan. Zudem weise Deutschland im Vergleich zu den USA etwa doppelt so viele weltmarktrelevante Patente pro Einwohner auf.

Die Bundesregierung investierte dem Bericht zufolge in der laufenden Legislaturperiode mehr Geld in Bildung, Forschung und Entwicklung als jemals zuvor. Die jährlichen Ausgaben dafür seien von neun Milliarden Euro 2005 auf zuletzt 13,7 Milliarden Euro gestiegen. Deutsche Unternehmen hätten allein 2010 rund 47 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung investiert. Schavan bezeichnete die Bundesrepublik als eines der führenden Forschungsländer weltweit.

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