Wesentlicher Grund ist der Studie zufolge, dass viele der betroffenen Frauen nur in Teilzeit oder in geringfügiger Beschäftigung arbeiteten. So werde eine typische westdeutsche Frau aus der Generation der Babyboomer bei ihrem Renteneintritt nur über 23,9 Rentenpunkte verfügen, was einer monatlichen Rente von 657 Euro entspreche. Frauen desselben Alters in Ostdeutschland kämen wegen ihrer insgesamt vermehrten Erwerbstätigkeit immerhin auf 32,3 Entgeltpunkte, was wegen des niedrigeren Rentenwerts im Osten allerdings auch nur 786 Euro Rente entspricht.
Die Studie zeigt laut "FAZ" auch, wie stark sich die hohe Arbeitslosigkeit im Osten nach der Wiedervereinigung auf die Rentenansprüche auswirkt. So sanken die durchschnittlichen Rentenpunkte für ostdeutsche Männer der Jahrgänge 1956 bis 1965 auf 32,6, was einem Rentenanspruch von monatlich 795 Euro entspricht. Gleichaltrige westdeutsche Männer verfügen dagegen über durchschnittlich 47,5 Rentenpunkte oder einen monatlichen Rentenanspruch von 1305 Euro.
In der Dekade zuvor waren es auch im Osten noch 37,6 Rentenpunkte oder 916 Euro monatlich gewesen. Bei den Männern im Westen blieb die Höhe der Rentenansprüche dagegen weitgehend stabil. Die Rentenansprüche der Frauen aus den Jahrgängen von 1956 bis 1965 lagen sowohl im Westen wie im Osten jeweils geringfügig höher als in der Dekade zuvor, allerdings niedriger als die Renten der Kriegsgeneration.
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