US-Präsident bekommt Konkurrenz bei Vorwahlen

Republikanischer Ex-Gouverneur Weld fordert Trump heraus

Washington (AFP) - US-Präsident Donald Trump bekommt im Rennen für eine zweite Amtszeit Konkurrenz aus der eigenen Partei. Der frühere Gouverneur des Ostküstenstaats Massachusetts, Bill Weld, kündigte am Montag seine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner an. "Amerika hat die Wahl", heißt es in einem von Weld im Kurzbotschaftendienst Twitter veröffentlichten Video. "Ein besseres Amerika beginnt hier."
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Weld im September 2016 © AFP

In dem rund zweiminütigen Clip wird auf Erfolge Welds in seiner Zeit als Gouverneur in den 90er Jahren verwiesen. Zugleich geht das Video hart mit dem Präsidenten ins Gericht: Es thematisiert etwa frühere frauenfeindliche Äußerungen Trumps und sein unerfülltes Wahlversprechen, Mexiko werde für den Bau einer Grenzmauer zahlen.

Der 73-jährige Weld setzt auf die Unzufriedenheit mancher Republikaner mit Trumps Kurs und Stil. Über eine Präsidentschaftsbewerbung hatte er monatelang nachgedacht. Im Februar bezeichnete er den Präsidenten als "Schulhof-Rabauken". Sein aggressives Verhalten lege Trump nur dann ab, wenn er es mit anderen "Rabauken" wie dem russischen Staatschef Wladimir Putin zu tun habe: "Dann wird er schmeichlerisch und strahlt über das ganze Gesicht."

Bei den republikanischen Vorwahlen in der ersten Jahreshälfte 2020 wird Weld allerdings einen schweren Stand haben. Eine Gallup-Umfrage von Anfang April ergab, dass Trump von 89 Prozent der Republikaner unterstützt wird.

Weld war vom 1991 bis 1997 Gouverneur von Massachusetts. Als Erfolge seiner damaligen Amtszeit stellt er in seinem Wahlkampfvideo unter anderem heraus, einen ausgeglichenen Haushalt hergestellt, Steuern gesenkt und die Korruption eingedämmt zu haben. Nach seinem Ausscheiden aus dem Gouverneursamt wechselte Weld von den Republikanern zur Libertären Partei, für die er 2016 als Vizepräsidentschaftskandidat antrat. Erst im Februar kehrte er zu den Republikanern zurück.

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