Den Berichten zufolge erklärte Hochhuth seinen Austritt in einem Schreiben mit der Überschrift "Ich weigere mich, neben Antisemiten zu sitzen". In diesem Schreiben legt der Dramatiker laut "Welt" dar, wie er vergeblich versucht habe, eine Diskussion über das Grass-Gedicht von der Tagesordnung der Vollversammlung streichen zu lassen. Seine Angst, die Diskussion werde "einseitig zugunsten des Iran und der Palästinenser auf Kosten Israels" ablaufen, habe sich als nur allzu berechtigt erwiesen", hieß es weiter.
Hochhuth bezeichnet das Gedicht nach Angaben der "Welt" als ein "antisemtisches Pamphlet". Er sei von den anderen Mitgliedern der Akademie der Künste aber bei der Vollversammlung niedergeschrieen worden.
In seinem Gedicht "Was gesagt werden muss" hatte Grass Israel vorgeworfen, mit seiner Iran-Politik den Weltfrieden zu gefährden. Der Literaturnobelpreisträger wurde wegen des Gedichts selbst scharf kritisiert.
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