Niedersächsischer Politiker nennt Gorleben ungeeignet

SPD-Landeschef: Völlig falscher Ansatz bei Endlagersuche

Hannover (AFP) - Die Pläne von Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) für ein Endlagersuchgesetz sind auf Kritik der niedersächsischen SPD gestoßen. "Wenn wir von einer weißen Landkarte sprechen, darf sie nicht von Anfang an einen Fleck namens Gorleben haben", sagte der SPD-Landesvorsitzende Stephan Weil der "Frankfurter Rundschau". Nach 35 Jahren Debatte sei erwiesen, dass der Salzstock als atomares Endlager geologisch ungeeignet sei, sagte Weil. Er müsse aufgegeben werden.
Gorleben Bild anzeigen
Gorleben © AFP

Altmaier will eine ergebnisoffene Standort-Suche in der Republik, die auch Gorleben einschließen soll. Dafür will er rasch einen parteiübergreifenden Konsens herstellen. Diesen Ansatz halte er "vom Prinzip her für völlig richtig, in diesem Punkt aber für völlig falsch", sagte Weil. Der SPD-Politiker räumte jedoch ein, dass er eine weitere Erkundung des Salzstocks im Falle eines Wahlsiegs bei der Landtagswahl im Januar 2013 nicht verhindern könne. Eine rot-grüne Landesregierung werde aber "an jedem der zahlreichen Knotenpunkte in dem Auswahlprozess laut und vernehmlich darauf aufmerksam machen, welche Vorbehalte gegen den Standort Gorleben bestehen".

Bewerten Sie diesen Artikel

0.0
0,0 (0 Stimmen)

Möchten Sie diesen Artikel

Versenden Drucken
Anzeige

Noch keine Kommentare vorhanden

Zu diesem Artikel wurde noch kein Kommentar hinterlassen, schreiben Sie doch den ersten.

Diesen Artikel versenden

Absender-E-Mail:*
Empfänger-E-Mail:*
Nachricht:*

* Pflichtfelder
Als Startseite festlegen Facebook Twitter RSS-Feeds Mobile