Trump spielt Bedeutung der Tankervorfälle im Golf von Oman herunter

Saudi-Arabien drängt auf Sicherung des Schiffsverkehrs in der Golfregion

Riad (AFP) - Saudi-Arabien hat nach den mutmaßlichen Angriffen auf zwei Tanker im Golf von Oman die Weltmächte am Dienstag dazu aufgerufen, Maßnahmen zur Sicherung der Wasserstraßen in der Region zu ergreifen. Das Kabinett in Riad forderte angesichts der "Bedrohungen für die Energiemärkte und die Weltwirtschaft" ein "entschiedenes Handeln, um die Sicherheit der Schifffahrt" in der Golfregion zu gewährleisten, wie die staatliche Nachrichtenagentur SPA berichtete.
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Tanker im Golf von Oman © AFP

Die Forderung kommt fünf Tage nach den mutmaßlichen Angriffen auf den japanischen Tanker "Kokuka Courageous" und die "Front Altair" aus Norwegen. Beide Schiffe hatten am Donnerstag im Golf von Oman Notrufe abgesetzt, nachdem es auf Höhe der Wasserlinie an den Tankern Explosionen gegeben hatte.

Die Vorfälle ereigneten sich einen Monat nach mutmaßlichen Sabotageakten gegen vier Schiffe vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate. In beiden Fällen gaben die USA dem Iran die Schuld. Das Pentagon entsandte am Montag weitere Soldaten in die Region. Teheran weist jede Schuld aber weit von sich.

Am Dienstag spielte US-Präsident Donald Trump die Bedeutung der jüngsten Vorfälle jedoch herunter. "Bisher war es sehr unbedeutend", sagte er dem US-Magazin "Time" in einem Interview. Der Golf von Oman sei strategisch nicht mehr so wichtig für die USA wie früher. "Andere Länder bekommen enorme Mengen Öl von dort", sagte Trump. "Wir bekommen sehr wenig."

Der US-Präsident verriet auch, unter welchen Umständen er militärisch gegen den Iran vorgehen würde. "Sicherlich wegen Atomwaffen", sagte Trump. Für den Rest belasse er es "bei einem Fragezeichen".

Der Iran droht immer wieder mit einer Sperrung der Straße von Hormus. Die schmale Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman ist mit einer Breite von nur 50 Kilometern das Nadelöhr des weltweiten Ölhandels: Durch die Seestraße zwischen dem Iran und Oman wird ein Drittel des auf dem Seeweg transportierten Öls befördert.

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