55-Jähriger gehört nach eigenen Angaben zu Anmeldern von Großdemonstration

Scheiben von Gaststätte eines Bremer Querdenker-Aktivisten eingeschlagen

Bremen (AFP) - In Bremen haben Unbekannte die Scheiben einer Gaststätte eines Aktivisten der sogenannten Querdenker eingeschlagen. Wie die Polizei in der Hansestadt am Mittwoch mitteilte, hinterließen die Täter zudem den Schriftzug "Kack Nazi Kneipe". Bei dem 55-jährigen Gastwirt handle es sich nach eigenen Angaben um einen der Mitorganisatoren einer für Samstag geplanten Querdenker-Großdemonstration.
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Blaulicht auf einem Polizeiwagen © AFP

Die Tat ereignete sich demnach in der Nacht auf Mittwoch. Der Mann teilte den Beamten ferner mit, dass bereits in der Nacht zuvor die Reifen seines Autos zerstochen worden seien. Der Staatsschutz der Polizei übernahm die Ermittlungen. Er soll dabei auch prüfen, ob ein Zusammenhang mit der angekündigten Großdemonstration besteht.

Für Samstag hat ein lokaler Querdenken-Ableger zu zwei großen Demonstrationen in Bremen aufgerufen, die vom Ordnungsamt jedoch verboten wurden. Die Initiatoren, die nach Angaben der Behörden mit rund 30.000 Teilnehmern rechneten, kündigten Rechtsmittel dagegen an.

Die sogenannten Querdenker demonstrieren seit Monaten in teilweise radikaler Form gegen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, die sie nicht mittragen wollen. Dabei ignorieren sie regelmäßig auch Abstandsregeln, Mundschutzpflicht und andere Auflagen.

Bei ihren Protesten kam es bereits zu Ausschreitungen. Außerdem zogen Querdenken-Anhänger Parallelen zur NS-Zeit und setzten sich mit bekannten Holocaust- und Naziopfern gleich, was Empörung auslöste.

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