Vize-Kanzler sieht keine Sonderrolle für sich im Kandidatenrennen

Scholz ruft SPD zur Einigkeit auf und übt Selbstkritik

Berlin (AFP) - Vize-Kanzler Olaf Scholz (SPD) hat seine Partei zur Einigkeit aufgerufen. In der "Welt am Sonntag" wies er parteiinterne Vorwürfe zurück, dass es für ihn eine Sonderrolle im Kandidatenrennen um den SPD-Vorsitz gebe. Bei den geplanten Regionalkonferenzen "werden alle unter gleichen Bedingungen und mit den gleichen Redezeiten" auftreten, betonte Scholz.
Olaf Scholz und Klara Geywitz Bild anzeigen
Olaf Scholz und Klara Geywitz © AFP

"Klara Geywitz und ich wollen die SPD zusammenführen und nicht das Gegenteil", sagte Scholz weiter." Dazu gehöre für ihn auch, "dass wir uns nicht nur mit uns selbst beschäftigen. Wir müssen uns einigen - und dann einig sein."

Angesichts der schlechten Lage der SPD zeigte sich Scholz selbstkritisch. "Wenn die SPD schlecht dasteht, kann niemand, der dabei war, sagen: Ich habe alles richtig gemacht. Ich gehöre jedenfalls nicht zu denen, die sich wegducken und mit dem Finger auf andere zeigen."

Inhaltlich will Scholz nach eigenen Angaben für mehr sozialem Wohnungsbau werben: "Ich halte übrigens die aktuelle Forderung der Mietervereine, jedes Jahr 80.000 neue Sozialwohnungen zu bauen, für absolut richtig", sagte er. "Wahrscheinlich brauchen wir eher 100.000 neue Sozialwohnungen jedes Jahr."

Möchten Sie diesen Artikel

Versenden Drucken
Anzeige

Diesen Artikel versenden

Absender-E-Mail:*
Empfänger-E-Mail:*
Nachricht:*

* Pflichtfelder