Schwabedissen hatte zuletzt in der "tageszeitung" Sympathie für die Idee einer weiblichen Doppelspitze bei den Linken gezeigt. Im Tauziehen um den Linken-Vorsitz hatte am Montag mit der sächsischen Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann erstmals eine Frau offiziell ihre Kandidatur angemeldet.
Beim Göttinger Linken-Parteitag in anderthalb Wochen will sich zudem der Fraktionsvize Dietmar Bartsch um den Vorsitz bewerben. Der frühere Linken-Chef Oskar Lafontaine ist zu einer Kandidatur grundsätzlich bereit, will aber nicht in einer Kampfkandidatur gegen Bartsch antreten.
Die Parteistatuten der Linken sehen vor, dass einer der beiden Parteivorsitzenden aus dem Westen kommen muss und der andere aus dem Osten. Mindestens einer der beiden Spitzenposten muss von einer Frau besetzt sein.
Schwabedissen war Linken-Spitzenkandidatin bei der NRW-Wahl am 13. Mai, bei der die Partei mit 2,5 Prozent der Stimmen den Wiedereinzug in den Düsseldorfer Landtag klar verfehlte. Die gelernte Krankenschwester, die nach ihrer Berufsausbildung Philosophie und Geschichte studierte, stammt aus der Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit (WASG). Von 2005 bis 2007 war Schwabedissen Sprecherin der WASG in Nordrhein-Westfalen, seit 2008 ist die in Witten an der Ruhr lebende Politikerin Vorsitzende der Landes-Linken.
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