Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) rief ihre Partei und die CDU auf, wieder konstruktiv zusammenzuarbeiten. "Wir sollten uns jetzt gemeinsam an die Arbeit machen", sagte Aigner der "Süddeutschen Zeitung". Die Chefin des CSU-Bezirks Oberbayern unterstützte zugleich Seehofers Kritik. Das schlechte Wahlergebnis der CDU in Nordrhein-Westfalen sei "ein Warnschuss, der nicht zu überhören ist". Die schwarz-gelbe Koalition in Berlin müsse "jetzt Nägel mit Köpfen machen und unter Beweis stellen, dass sie handlungsfähig ist".
Zugleich kam aus der CSU erneut Kritik an Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU), der in NRW als Spitzenkandidat der CDU angetreten war. Der CSU-Abgeordnete Hans Michelbach kritisierte in der "Bild"-Zeitung Röttgens Amtsführung bei der Energiewende. "Der Bundesumweltminister muss wissen, dass jetzt Schluss mit lustig ist", sagte Michelbach. "Er muss jetzt mehr liefern als Strompreiserhöhungen." Zuvor hatte bereits die Opposition den Minister zum Rücktritt aufgefordert, weil sie ihn durch die Wahlschlappe in NRW geschwächt sieht.
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